Nach unserem ersten Besuch war plötzlich alles anders.
Wir hatten uns mit dem Eigentümer grundsätzlich geeinigt. Noch kein Kaufvertrag, noch nichts unterschrieben – in Frankreich dauert so etwas. Formulare, Fristen, Notar, Warten.
Nicht gerade unsere Stärke.
Umso erstaunlicher war es, dass der Eigentümer uns erlaubte, schon vorher Zeit auf dem Grundstück zu verbringen.
Und genau in diesem Moment hat sich etwas verschoben.
Zwischen zwei Zuständen
Es ist ein merkwürdiges Gefühl.
Man beginnt, Zeit und Energie in einen Ort zu stecken,
der einem offiziell noch gar nicht gehört.
Wir sind herumgelaufen, haben alles erkundet, sind immer wieder dieselben Wege gegangen. Haben versucht zu verstehen, wie sich dieser Ort anfühlt.
Und gleichzeitig war da immer dieser Gedanke:
Was, wenn es doch nicht klappt?
Oder noch unmittelbarer:
Was, wenn uns jemand fragt, was wir hier eigentlich machen?
Vom Besuchen zum Dazugehören
Und trotzdem — ganz leise — hat sich etwas verändert.
Wir waren keine Besucher mehr.
Wir begannen, den Ort zu kennen:
- wo es windstill ist
- wo man gut sitzen kann
- wo sich das Gelände plötzlich öffnet
Ohne es bewusst zu entscheiden, haben wir angefangen, uns diesen Ort anzueignen.
Nicht rechtlich.
Aber emotional.
Vertrauen wächst langsam
Die Zeit verging.
Niemand kam.
Keine schlechten Nachrichten.
Nur dieses langsame Fortschreiten im Hintergrund.
Und mit der Zeit kam Vertrauen.
Und irgendwann diese ganz einfache Frage:
Wenn es bald unseres ist — warum warten wir dann noch?
👉 Im nächsten Beitrag erzählen wir, wie wir angefangen haben zu bauen – ganz ohne etwas zu kaufen:
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